Am Anfang verletzend - heute zaubert es nur ein langweiliges Gähnen auf mein Gesicht


Fast jede Frau durfte sich im Berufsleben mal den einen oder anderen Kommentar der hier aufgeführt ist -oder in ähnlicher Form - anhören.


Nein, nicht nur von den männlichen Kollegen, auch die weiblichen halten damit nicht hinterm Berg, wenn es ihrer Sache dient.


Je höher man kommt, desto dünner wird die Luft - dies dürfte so mancher Kanzlerkandidat/in in dieser Zeit gerade erfahren. Dennoch scheint es mir, dass Frauen grundsätzlich sexuell oder in Ihrer weiblichen Rolle angegriffen werden.

Menschen mit Migrationshintergrund werden auf diesem Feld angegriffen, Homosexuelle bzgl. ihrer sexuellen Orientierung, Menschen mit lilablassblauer Farbe im Gesicht werden deswegen heruntergeputzt - was ich damit sagen will:


Es geht perse nicht jedes mal darum, dass jemand grundsätzlich frauenfeindlich, rassistisch oder diskriminierend eingestellt ist. Eher darum, bei jemandem eine Schwachstelle zu finden, um sich selbst auf eine Art und Weise einen Vorteil zu verschaffen.



Manchmal fühlte ich mich dadurch auch tatsächlich angegriffen und verletzt.

Dabei geht es ja nicht nur um einen einmaligen Vorfall, sondern um eine Dauerbeschallung sowie dauerhafte Diffamierung.


Auch wenn man hartgesotten ist, hinterlässt dies auf Dauer Spuren - motiviert zur Arbeit geht man da dann sicher nicht oder der "Krieg" wird zum Lebenszweck /-einstellung.


Gerade wenn man dann im Kreuzfeuer steht, benötigt man eine gesunde Selbstreflexion, um solche Vorkommnisse verstehen und verarbeiten zu können. Reagieren oder sich gar in die Position des Agieren bringen zu können.


Wie grenzt man sich im Unternehmen und persönlich ab, dass man nicht jedes Mal hohl dreht?

Wie kann ich mich motivieren und verhalten, wenn einem der Kopf rauscht und man beginnt die angekreideten Fehler auf sich zu projezieren oder der Arbeitsalltag zum Spießrutenlauf mutiert.













Zu Beginn hat es mich verletzt, weil ich es mit der Qualität meiner Arbeit bezogen habe.

Es hat mich verletzt, weil ich mich stark mit den Arbeitsstellen und meinem Wirken identifiziert habe. Ja, auch weil ich Annerkennung erwartet habe und ich mir Harmonie im Team wünschte.

Von nicht zu ernst nehmen,darüber hinweg gehen und runterschlucken, über konfrontieren bis hin zum Gegenangriff - ich habe alles probiert.


Das warum hat mir zuerst einmal sehr geholfen. Der nächste Schritt war das aufarbeiten und Verteidigungsmechanismen an meiner Seite zu haben. Die können für jeden verschieden gut sein - mir hat es geholfen, dass ich nicht mehr aus Harmoniebedürfnis geschluckt und den Mund gehalten habe.


Denn eines muss klar sein, ab einem bestimmten Punkt bringt Wohlverhalten nicht mehr- der andere tut es ja auch nicht.

Heute hilft mir das journaln über solche Vorkommnisse schon im Vorfeld klar zu werden.

Wenn sich Geschäftsbeziehungen anbahnen, nehme ich mir nach dem ersten Treffen die Zeit und schreibe mir alles auf. Verhalten, Werte, erhalte ich offene Antworten auf Fragen, Körpersprache, sieht mir mein Gegenüber in die Augen, was sagt mein 7. Sinn, wie verhält es sich monetär usw.

D.h. ich manövriere mich selbst schon gar nicht me

hr in solche Siuationen, in denen es unangenehm wird.

Wenn ich z.B. für Firmen tätig werde, treffe ich mich zm Erstgespräch prinzipiell in den Geschäftsstellen und beobachte wie die Empfangsdame oder Sekretärin sich verhält. Denn ihr Verhalten lässt schon sehr viel Rückschlüsse auf die Atmosphäre im Unternehmen zu - auch ein Tipp für Bewerbungsgespräche.


Als System für Reflexion und auch als Multitool für das gesamte Leben bin ich vom Journaling absolut überzeugt. Im Speziellen natürlich über die Möglichkeit dadurch einfacher Loslassen zu können.





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